Verbreitung

In Österreich wird die Zahl der Infizierten auf 16.000 – 40.000 Personen geschätzt (Bundesministerium für Gesundheit, September 1999).
Ca. 1% der Weltbevölkerung hat eine chronische Hepatitis C, starke Verbreitung in Asien und im Mittelmeerraum.

Übertragungswege

Über Blut, vor allem
– bei intravenösem Drogenkonsum mit Nadeltausch
aber auch
– beim Piercing und Tätowieren oder
– bei gemeinsamer Benutzung von Zahnbürsten, Rasierzeug usw.
– Eine Übertragung von einer HCV-infizierten Mutter auf das Kind findet in etwa 3-5% der Fälle statt.

Die Ansteckung durch ungeschützten Geschlechtsverkehr ist selten, jedoch nicht auszuschließen.

Schutz

Keine Impfung möglich!

Sie können sich schützen:
– durch Vermeidung von Blutkontakten (z.B. durch Verwendung von Einmalhandschuhen)
– durch konsequentes Vermeiden des Spritzentausches
– durch das Vermeiden des Austausch von persönlichen Artikeln, welche eingetrocknetes Blut enthalten könnten
– durch Benutzung von Kondomen

Impfung

Es gibt derzeit keine Impfung gegen Hepatitis C.

Inkubationszeit

15 Tage bis 6 Monate, im Mittel 40-50 Tage

Akute Infektion / Symptome

Nach der Inkubationszeit akute Infektion, die meistens (in etwa 90% der Fälle) unbemerkt verläuft. Eine Gelbsucht ist selten (in 10% der Fälle).

Chronischer Verlauf

=> Virusvermehrung hält mehr als 6 Monate an

In 50-80% der Fälle chronischer Verlauf.
Verläufe mit einer Gelbsucht haben eine größere Wahrscheinlichkeit, nicht chronisch zu werden.
In etwa zwei Dritteln der chronischen Fälle nur milde Symptome: Müdigkeit, unspezifische Oberbauchbeschwerden, Leistungsschwächen; bei einem Teil der Infizierten Juckreiz.

Bei 20-30% der chronischen Fälle aggressiver Verlauf mit Einschränkung der Leberfunktion, Fibrose (Vermehrung des Bindegewebes), Leberzirrhose (narbige Schrumpfung). Von der Infektion bis zum Vollbild Zirrhose vergehen in der Regel 20-30 Jahre; sie ist häufiger bei Männern und entwickelt sich rascher, wenn zusätzliche Risikofaktoren wie erhöhter Alkoholkonsum hinzukommen. Pro Jahr erkranken etwa 1 bis 5 % der Menschen mit einer Leberzirrhose an Leberkrebs.

Wechselwirkungen
mit einer HIV-Infektion

Bei chronischer Hepatitis C wird die Zerstörung der Leber begünstigt, wenn gleichzeitig eine HIV-Infektion vorliegt. Die Sterblichkeit von HCV-/HIV-Koinfizierten ist größer als jene von HCV-Infizierten ohne HIV und als bei HIV-Positiven ohne HCV.
HCV-/HIV-Koinfizierte haben bei fortgeschrittener Immunschwäche größere HCV-Mengen im Blut; es ist deshalb von erhöhter HCV-Ansteckungsgefahr auszugehen.